Medien und Kommunikation an der Uni Passau

Carola Englert studiert im dritten Semester Medien und Kommunikation an der Universität Passau. Der Studiengang hat viel zu bieten. Was man in Passau alles lernen kann und in welche Richtungen man mit dem Studium gehen kann, erzählt sie uns in einem Interview.

Warum hast du dich für den Studiengang „Medien und Kommunikation“ entschieden?

Ich wollte ursprünglich in die Werbung gehen, war aber nicht so ganz festgelegt. Der Studiengang in Passau ist ganz gut, um erstmal auszuprobieren, da er breit gefächert ist. Auch, dass in Passau gerade was aufgebaut wird mit dem Medienzentrum, hat mir gefallen.

Wie ist das Studium aufgebaut?

In den Basismodulen lernen wir die Grundlagen der Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft und Medienpädagogik. Wenn wir diese abgeschlossen haben, muss man  Schwerpunktmodule wählen, die dann auch schon entscheidend für unsere letzten beiden Profilmodule sind. Diese vertiefen natürlich die oben genannten Fächer. Die Richtungen gehen dabei weit auseinander. Praktische Module gibt es im Bereich Journalismus, PR, Crossmedia und Pädagogik. Aber auch Wirtschaft, Informatik und Fremdsprachen stehen uns Verfügung, so dass jeder genau für seinem Geschmack etwas findet.

Die Mitglieder des Projekts Filmpraxis bei ihrer Arbeit.

Wie praxisnah ist der Studiengang?

Nach den teilweise großen Vorlesungen am Anfang vom Studium, hat man fast nur noch Seminare und Übungen. Dort sind wir nur noch 25 Leute und arbeiten in kleinen Gruppen an Projekten. Je nach Übung, leiht man sich Equipment für den Fernseh-/Radiojournalismus aus, führt wissenschaftliche Befragungen durch, oder erstellt Websiteinterfaces.
Das ist schon relativ praxisorientiert für einen Uni-Studiengang. Im Herbst bekommen wir dann auch noch ein Medienzentrum mit Redaktionsräumen, Fernseh- und Radiostudios um das Studium noch praktischer gestalten zu können.

Wie hoch ist der Arbeitsaufwand?

Am Anfang ist die Arbeitszeit fast nur auf die Prüfungszeit beschränkt, was sich aber dann in den Schwerpunktmodulen ändert. In den kleinen Gruppen, gibt es jede Woche was zu tun und fehlen fällt dann doch eher auf. Wer sich zusätzlich noch in einer Hochschulgruppe engagiert investiert natürlich noch mehr Zeit, lernt aber auch mehr als in den Übungen. Wir, im Projekt Filmpraxis, drehen beispielsweise Image- und Werbefilme für andere Hochschulgruppen oder für die Uni. Außerdem setzen wir dort auch eigene Ideen, zum Beispiel für Kurzfilme um, oder kooperieren crossmedial mit dem Campusradio, der Campuszeitung und einem Online-TV-Format.

Wie schwer ist es an einen Studienplatz zu kommen?

Nach dem Erfolg im CHE Ranking steigt der NC stetig, doch ist noch längst nicht so hoch wie an manch anderen Unis, da unser Studiengang noch recht jung ist. Allerdings wird jetzt überlegt, ob man nur noch mit einem Praktikum rein kommt.

Wo kann man später arbeiten, wenn man „Medien und Kommunikation“ studiert hat?

Da ist alles drin. Manche gehen in die Medienpädagogik, andere versuchen einen Platz auf einer Journalistenschule zu ergattern, oder andere machen sich selbstständig.

Welche Pluspunkte hat dein Studiengang, deine Uni? Und gibt’s auch Dinge, die dir nicht so gut gefallen?

Unser Campus am Inn ist natürlich ein Pluspunkt. Direkt in der Stadt, noch ziemlich klein und überschaubar, genauso wie unser Studiengang. Mir gefällt außerdem, dass sehr viel getan wird von Seiten der Uni und Lehrstühlen, damit wir eine praktischere Ausbildung bekommen.
Leider gibt es doch ab und zu Ungereimtheiten in der Studienordnung, oder es werden zu wenige Kurse für uns angeboten, weil sie noch keine Erfahrung mit unserer neuen Studienordnung haben. Das wird zwar hinterher wieder geändert, nervt aber doch.

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